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Jahreszeiten - Daten und Entstehung

Die Jahreszeiten - Entstehung

Kurz-Info
Die Jahreszeiten entstehen durch die Neigung der Erdachse von 23°30´ gegen die Erdbahnebene und dem Umlauf der Erde um die Sonne. Dadurch verändert sich die Einstrahlungsdauer und Intensität der Sonne in den verschiedenen Gebieten der Erde. Die Entfernung der Erde von der Sonne hat auf unsere Jahreszeiten keinen wahrnehmbaren Einfluss. Tatsächlich befindet sich die Erde Anfang Januar, also kurz nach Winteranfang auf der Nordhalbkugel, 5.000.000 km näher an der Sonne als im Sommer.

Am 21. Juni (Sommeranfang) ist die Nordhalbkugel der Erde etwas auf die Sonne zugeneigt. Auf der Südhalbkugel beginnt der Winter und innerhalb des Polarkreises (66°30´) herrscht das Phänomen der Polar-Nacht (S2). Wie die Grafik verdeutlicht, erreichen die Lichtstrahlen der Sonne dieses Gebiet nicht. Im Gegensatz ist der nördliche Polarkreis in das Sonnenlicht getaucht. Reziprok verhält sich die Situation am 22. Dezember (S1).

Die Länge der Jahreszeiten ist wegen der unterschiedlichen Bahngeschwindigkeit der Erde gemäß dem 2. Keplerschen Gesetz nicht genau ein Vierteljahr. Der Frühling dauert auf der Nordhalbkugel 92 d 18 h, der Sommer 93 d 16 h, der Herbst 89 d 20 h und der Winter 89 d.

Sonnenaufgangs-Punkt - Morgenweite

Morgen- und Abendweite
Mit Sicherheit ist es bereits jedem aufmerksamen Naturliebhaber aufgefallen, dass sich im Laufe eines Jahres die Auf- und Untergangspunkte der Sonne am Horizont kontinuierlich verändern.

Bei Frühlingsanfang (Tag- und Nachtgleiche) geht die Sonne exakt am Ostpunkt auf und am Westpunkt unter. Durch die jährliche Bahnbewegung der Erde um die Sonne „wandert“ der Aufgangspunkt täglich in nördlicher Richtung bis zum Sommeranfang (Sommersonnenwende) um sich danach bis zum Herbstanfang (Tag- und Nachtgleiche) wieder zurück zum Ostpunkt zu bewegen.

In der zweiten Jahreshälfte verschiebt sich der Auf- und Untergangspunkt der Sonne nun in südliche Richtung bis zum Winteranfang (Wintersonnenwende) und wandert ab diesem Zeitpunkt wieder zurück zum Ostpunkt.

Tag-Bogen der Sonne - 47 45' Nord

Tag-Bogen der Sonne
Am 21. März und 23. September bilden die Erdbahn und der Himmelsäquator einen Schnittpunkt, es ist Frühlings- oder Herbstanfang, dies ist der Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleiche. An allen Punkten der Erdkugel sind Tag und Nacht genau 12 Stunden lang. Zu Sommeranfang erreicht die Sonne ihre höchste Stellung am Himmelszelt, es ist Sommer-Sonnwende, die Tage werden wieder kürzer. Den Tiefstpunkt über dem Horizont bestreicht die Sonne am 22. Dezember, danach verlängern sich die Tage wieder bis zum 21. Juni.

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